Das Doktorandenkolleg im Stiftungshaus

Das Studio Urbane Landschaften wurde als Plattform für Forschung, Lehre, Praxis von Hille von Seggern und Julia Werner (2005) gegründet.

Inhaltlich ist das Studio Inspiration für die Gründung der Stiftung AlltagForschungKunst (2019)

Wissenschaftlich haben Projekte, die Hille von Seggern als Studio Projekte bearbeitet und initiiert hat, immer das Zusammenspiel von Wissenschaft, Räumlichem Entwerfen und Alltag, die Grenzräume von Disziplinen und experimentelles Vorgehen beinhaltet: Es entstand eine theoretische Fundierung als transdisziplinäre und transformative Entwurfsforschung. Raum wird dabei als  Raumgeschehen begriffen  -  dynamisch , prozessual, situativ – in dem Menschen, Tiere, Pflanzen gleichrangige Akteure sind. Menschen wechseln zwischen Teil von Natur sein und beobachtend sein. Entwerferisch werden die jeweiligen  Raumgeschehen als je spezifische Urbane Landschaften wahrgenommen. Als entscheidender Schritt zu Erkenntnissen und Transformation wird darin empathisches Erfahren bis zum – vieldimensionalen - Verstehen entfaltet.

In der Wissenschaftswelt und vor allem in der Forschungsförderung gab/gibt es für diese Art von grenzüberschreitendem Verständnis von Forschung wenig Verständnis und Förderung. Entsprechend taten sich auch die PionierInnen dieses Verständnisses mit ihren Dissertationsvorhaben schwer. Gleichzeitig wurden die Forderungen aus Gesellschaft, Universitäten und auch Wissenschaftsinstitutionen nach einer Wissenschaft als grenzüberschreitend, mit Zivilgesellschaft kooperierend, einem weiten Verständnis von Erkenntnis und dem Wunsch sich verständlich zu machen immer deutlicher.

Als unterstützende Einrichtung gründeten Hille von Seggern und Thomas Sieverts deshalb zunächst ein internationales Doktorandenkolleg, um Promovierende in fördernden Diskussionen und Netzwerkbildung zu unterstützen. Der Charakter des Kollegs selber sollte dabei die verstehende Qualität im Diskurs und als konkrete, situative Erfahrung beinhalten.

10 Jahre lang fand das Internationale Doktorandenkolleg einmal jährlich in der Räumen der Montag Stiftungen in Bonn statt. Teilnehmende kommen von verschiedenen Universitäten in Deutschland (Hannover, Berlin, München, Aachen, Weimar, Hamburg, Osnabrück) und aus verschiedenen Ländern (Schweiz, Zürich; Dänemark, Aarhus,Kopenhagen, Schweden, Malmö)

2018 übernahm die Stiftung AlltagForschungKunst die Einladung zu dem zweitätigen Kolleg in das Stiftungshaus Am Leuchtturm in Hamburg.

Es zeigte sich, dass das Stiftungshaus mit seiner besonderen Atmosphäre und  den verschiedenen Innen- und Außenräumen ein inspirierender Ort für die Teilnehmenden ist.

Für die Stiftung setzt sich in der Förderung des Kollegs das Anliegen fort, das Zusammenspiel von Alltag, Forschung und Kunst im Bereich der raumentwerfenden Disziplinen in Kooperation mit jeweils anderen wissenschafts- und Alltagsbereichen auch theoretisch immer weiter zu entfalten und  Wege in Wissenschaftsfelder und Kunst genauso wie in Praxisfelder und Alltagspraktiken zu ebnen.

 

 

 

Kolleg

Doktorandenkolleg im Stiftungshaus 2019
Doktorandenkolleg im Stiftungshaus 2019
Doktorandenkolleg im Stiftungshaus 2019
Doktorandenkolleg im Stiftungshaus 2019
Doktorandenkolleg in der Patriotischen Gesellschaft 2020

Doktorandenkolleg in der Patriotischen Gesellschaft 2020